Hypor

A Hendrix Genetics Company

Hypor Absetzleistung

Die Leistungsfähigkeit der Sauen wird oft definiert über die Anzahl der abgesetzten Ferkel pro Sau und Jahr. Während der letzten 15 Jahre haben die verbesserten genetischen Techniken und Zuchtwertschätzungen bei der Selektion zu einer Erhöhung der Anzahl total geborener Ferkel beigetragen und es möglich gemacht, eine Anzahl von 30 Ferkeln pro Sau pro Jahr zu erreichen. In einigen Zuchtprogrammen hat der hohe Druck auf die Anzahl „Gesamt geborene Ferkel“ deutlich negative Auswirkungen gehabt, wie z.B. auf die Ferkelqualität, die Wachstumsrate, die Futterverwertung und den Schlachtwert.

 

Die Arbeit von Dr. George Foxcroft und seinem Team am Schweine Forschungs- und Technologie Zentrum  der Universität von Alberta hat gezeigt, dass eine zu große Anzahl von Embryos in der Gebärmutter und eine konsequente Nahrungsreduzierung zu einem niedrigeren Lebendgewicht der Ferkel pro Wurf führen. Ferkel dieser Würfe sind weniger überlebensfähig, wachsen langsamer und haben eine schlechte Schlachtkörperqualität. Diese und andere Forschungen lassen vermuten, dass die Ursache dieser negativen Auswirkungen die Vorteile der erhöhten Wurfgröße ausgleichen können bzw. zu einer schlechteren Wirtschaftlichkeit führen.

Um einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden, konzentriert sich Hypor auf eine Kombination mehrerer Merkmale, die verschiedene Aspekte der Leistungsfähigkeit der Sauen in einem Selektionsindex zur bestmöglichen ökonomischen Ausschöpfung vereinigt. Die Fähigkeit der Sau, in ihrem Produktionsleben eine große Anzahl schwerer Ferkel abzusetzen ist der zentrale Aspekt dieser Zuchtarbeit und wird „Absetzleistung“ genannt. Diese wird wie folgt definiert:

Das genetische Potential einer Sau, das Gewicht der abgesetzten Ferkel und den Verkauf von Schweinefleisch in ihrem Produktionsleben zu maximieren

Wir glauben, dass die Absetzleistung die beste Messung der Produktivität von Sauen ist, welche die Lebensleistung der Sau und das Absetzgewicht der Ferkel widerspiegelt, was wiederum die Menge des verkauften Schweinefleisches (in kg) ihrer Nachkommen bestimmt. Eine Sau, die ständig große Würfe Qualitätsferkel absetzt, vergrößert ihre Nachkommenschaft durch schnelleres Wachstum, effizientere Fütterung, schwerere Schweine und verbesserte Schlachtkörperqualität. Weiterhin bedeutet ein gleichmäßiges Absetzen von großen uniformen Ferkeln eine beständige Produktion von Fleisch zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Erlöse pro m² Stallfläche.

Alle Faktoren, die aus der genetischen Perspektive zu einer Verbesserung der Absetzleistung führen, sollen eine Reihe von Selektionsmerkmalen in Bilanz halten, die sich nicht nur auf die Wurfgröße beziehen, sondern auch auf die Ferkelqualitätsparameter, das Geburtsgewicht, die Anzahl lebend geborener Ferkel und die Anzahl abgesetzter Ferkel (Schaubild 1). Zusätzlich müssen alle Faktoren wie Alter der ersten Belegung und Intervall Absetzen / Wiederbelegung auf die Anzahl der abgesetzten Ferkel pro Produktionsleben bezogen werden.

Die Exteriörbewertung ist ein wichtiger Aspekt der Absetzleistung und Hypor legt klare Bewertungskriterien der Fundamentstärke und Konformation auf den Nukleusfarmen fest, um die Lebensdauer der Sau zu verlängern. Gleichzeitig gibt es eine klare Richtlinie zur Bewertung der Anzahl und Qualität der Zitzen sowie hinsichtlich der Milchproduktion, die zu schnellem Ferkelwachstum und hohen Absetzgewichten beiträgt. Die Berücksichtigung der Absetzleistung führt bei Sauen zu einer steigenden Anzahl von Ferkeln ohne Kompromisse bei den Faktoren: Geburtsgewicht der lebend geborenen Ferkel und deren Überlebenschance bis zum Absetzen, Mütterlichkeit und Lebenserwartung.

Da die Absetzleistung verschiedene genetische Komponenten vereint, gibt es eine große Anzahl an Umwelt- und Haltungseinflüssen, die zur Umsetzung des genetischen Potentials beitragen. Um zu verstehen, inwieweit diese Faktoren die Absetzleistung beeinflussen, müssen wir uns die einzelnen Komponenten anschauen und überlegen, wie wir sie optimieren können.

Schaubild 2 zeigt den Fahrplan für die Absetzleistung,  die drei grundlegenden Komponenten der Absetzleistung sind: Die Anzahl der abgesetzten Ferkel pro Wurf, das Absetzgewicht und Würfe pro Sau und Produktionsleben. All diese Faktoren zusammengenommen ergeben das Gesamtgewicht der abgesetzten Ferkel pro Sau und Produktionsleben. Die Anzahl abgesetzter Ferkel pro Wurf wird beeinflusst von der Anzahl total geborener Ferkel, Anzahl tot geborener Ferkel und Sterblichkeitsrate bis zum Absetzen, während das Absetzgewicht sich hauptsächlich errechnet aus Geburtsgewicht, Futteraufnahme der Sau in der Laktation und dem Gesundheitszustand der Sau und der Ferkel.

Die Lebensleistung der Sau oder die Anzahl der Würfe pro Sau pro Produktionsleben wird beeinflusst durch die Paritätsverteilung der Herde, Robustheit, Sterblichkeitsrate und verschiedene Managementaspekte. Die Haltung der Sau bis zum ersten Absetzen hat einen großen Einfluss auf die Lebensdauer, deren Leistungsfähigkeit und ihre Absetzleistung.

Die Hypor Sauen haben das genetische Potential, eine große Anzahl von schweren Ferkeln abzusetzen und wir glauben, dass es ein realistisches Ziel ist, dass eine Sau in ihrem Produktionsleben eine Absetzleistung beim Gesamtgewicht der Ferkel von 505 kg erreicht.

Die 505 kg werden durch die Leistung der Sau erbracht ohne Aufzuchthilfen durch künstliche Ammen.

12,0 abgesetzte Ferkel/Wurf x 7,25 kg* x 5,8 Würfe pro Sau / Produktionsleben = 505 kg

* durchschnittliches Absetzgewicht nach 24 Tagen

Diese Messzahl definiert ganz klar das Produktionsleben der Sau und lässt den Wert der Ferkelqualität und die Lebensdauer der Sau erkennen, nicht nur die Wurfgröße oder abgesetzte Ferkel pro Sau pro Jahr. Die Absetzleistung ist für Hypor die beste Methode zur Messung der Wirtschaftlichkeit und des Gewinnpotentials einer Zuchtsau.

Es gibt eine Serie von Newslettern, die jeden Oberbegriff detailliert erklären und den Hypor Kunden helfen soll ihre Absetzleistung zu steigern. Jedes zusätzliche Kilo abgesetztes Ferkel während des Produktionslebens einer Sau repräsentiert zusätzliche Werte zur Reduzierung  der indirekten Kosten pro Schwein und dient der Verbesserung des Gewinns.

 

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