II. Exkursion nach Holland
Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand am 14. und 15. April die beliebte Exkursion nach Boxmeer in Holland statt. „Zuchtarbeit ist eine Sache des Vertrauens“ – aus diesem Grund, und um interessierte Sauenhalter zu informieren was Hendrix Genetics und Hypor an Zuchtarbeit leisten, folgten viele Sauenhalter aus ganz Deutschland unserer Einladung.

Nach der Anreise am Nachmittag des ersten Tages folgte nach einer kurzen Stärkung der theoretische Teil. Stefan Willenborg, Gerard Albers und Konrad Broekman referierten über die Themen:
· Was macht Hendrix Genetics und wer sind wir eigentlich
· DNA Technologie und Schweinezucht
· Hypor Zuchtprogramm
· Neue Entwicklungen in Zuchtprogramm

Der Abend bot genügend Möglichkeiten, über die ersten Eindrücke zu diskutieren und Erfahrungen mit den Berufskollegen auszutauschen.

Der 15. April stand ganz im Zeichen der Praktiker. Vormittags wurde der Betrieb von Johnny Hogenkamp in Dalfsen besichtigt. Nach dem Einduschen konnte die Vermehrungsarbeit für Hypor Holland mit 1600 produzierenden Sauen begutachtet werden. Trotz Verdoppelung des Bestandes im Jahr 2008 sind in diesem Jahr die anvisierten 27 abgesetzten Ferkel wieder möglich. Der Betriebsleiter bewirtschaftet den Betrieb mit 6,5 Fremd AK, wobei sich eine Person ausschließlich um die 3000 Jungsauenaufzuchtplätze kümmert. Mit einem Teil der Herde (500 Sauen) werden z.Zt. Duroc Anpaarungen vorgenommen. Die gesamte Herde wird mit Flüssigfutter versorgt, wobei Herr Hogenkamp mit einem Futterverbrauch von 10,8 dt/Sau/Jahr auskommt. Die niedrigen Umrauschquoten von 7-8% führt das Team nicht zuletzt auf die Luftkühlung zurück, die eine Reduzierung der Temperaturen von bis zu 5°C erreicht.

Am Nachmittag konnte sich auf dem Betrieb von Familie Wanink ein Bild über die Produktion mit Hypor F1 Sauen gemacht werden. Nach dem Erwerb des Standorts im Jahr 2007 wurde die Produktion von 200 Sauen im geschl. System auf 1000 Sauen Ferkelproduktion umgestellt. Der Aufbau, der mit Jungsauen aus dem Betrieb Hogenkamp in 2008 vollzogen wurde, war beim Besuch abgeschlossen, so dass sich in vollen Ställen über die „Großanlagentauglichkeit“ der Hybridsauen überzeugt werden konnte.

Mit insgesamt drei Fremd AK steuert der Ferkelproduzent die 30 abg. Ferkel an. Im letzten halben Jahr wurden > 13 Ferkel je Wurf leb. geb. und 11,4 Ferkel abgesetzt. Als wichtige Voraussetzung nannte hierbei der Hypor Berater John Nijhoff das Erstbelegalter der Jungsauen. In dem Betrieb Wanink konnten 13,6 leb.geb. Ferkel je Wurf mit einem Erstbelegalter von ø 250 Tg. erreicht werden. Des Weiteren sollten 145 kg sowie 14 mm Rückenspeck als Minimum anvisiert werden. Da die Ferkel ausschließlich deutsche Mäster als Zielgruppe erreichen, setzt der Sauenspezialist auf die Anpaarung mit dem db.77 (Pietrain, NN) Eber.
Die positiven Feedbacks nach der Veranstaltung unterstreichen unser Bestreben, auch im Juni wieder eine Exkursion zu organisieren!










